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Vortrag zu wildbienengerechten Gärten in Bonn

Seit einigen Jahren ist ein nicht übersehbarer Rückgang von Insekten und insbesondere von Wildbienen zu beobachten. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und Bestandteil oft hitziger Diskussionen. Industrielle Landwirtschaft, der Einsatz von bestimmten Pflanzenschutzmitteln, sowie das Ausräumen der Landschaft und der damit einhergehende Verlust an Futterpflanzen und Rückzugsarealen haben hierzu zweifellos beigetragen. Die so genannte Krefelder Studie hat versucht den dramatischen Insektenrückgang quantitativ darzustellen und so die aktuelle politische Diskussion angeheizt.
Die ökologische Rolle und Funktion von privaten Gärten nimmt eine zunehmend wichtige Sonderstellung ein. In einem privaten Garten können nämlich ökologische Defizite zumindest ansatzweise zu Wohle der Wildbienen kompensiert werden.

Mit gärtnerischem Geschick und Verständnis lassen sich Habitate für Insekten und vor allem Wildbienen etablieren. Es ist positiv zu beobachten, welch leidenschaftliche Begeisterung das Thema der wildbienengerechten Gärten mit sich zieht. Dennoch ist zu beobachten, dass das allgemeine Verständnis und Wissen über die diversen Ansprüche der Wildbienen nicht allgemein bekannt sind. Vielfach wird sogar das Nutztier Honigbiene synonym für die Wildbiene gesehen. Dabei geht es der Honigbiene verhältnismäßig gut, denn Sie wird durch Imkerhand versorgt und betreut.

Der Vortrag „Was Biene Majas Schwestern mögen“ von Markus Radscheit (Botanische Gärten der Universität Bonn) vermittelt Hintergründe zu den Lebensformen der rund 550 in Deutschland lebenden Wildbienenarten und deren sehr speziellen Ansprüche an Futter und Habitat.  Es werden Anregungen gegeben, um gezielt das richtige Saatgut oder Pflanzenmaterial für einen wildbienenfreundlichen Garten zu besorgen. Neben der Nektar und Pollenversorgung ist aber gerade auch die Etablierung von Überwinterungsarealen von Überlebenswichtigkeit der bedrohten Hautflügler.

Mittwoch, 2. Oktober 2019, 17:00 Uhr, Museum Alexander Koenig

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 16:30 Uhr, Volkshochschule Bonn im Haus der Natur (Waldau)

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