Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zählt die Berufsgruppe der Imker einschließlich der Wanderimkerei der Kritischen Infrastruktur der „Ernährung“ zu. Versetzungen der Völker sind daher weiterhin möglich – nicht zuletzt um die Bestäubungsleistung sicherzustellen.
Die Brummer sind los
Die rostbraunen kleineren Brummer, die sich jetzt gerade auf Suche nach Nistmöglichkeiten am Rolladenkasten oder Regallöchern begeben, sind keine Hummeln, sondern (meist) die roten Mauerbienen. Sie gehören zu den Wildbienen und sind nur 4-6 Wochen im Frühjahr aktiv. Nach der Begattung suchen die weiblichen Mauerbienen einen geeigneten Hohlraum und Nistplatz und säubern diesen für die Eiablage.

Die Mauerbienen legen für jede Eizelle eine Brutzelle an, die durch Wände aus Lehm und Speichel gegen andere Brutzellen abgrenzt ist. In diese Zellen werden Blütenstaub und Nektar eingelagert in Form von Pollen und einem Nektarbrei, auf dem dann das Ei ablegt wird. Die Mauerbienen überwintern als fertiges Insekt und mit den ersten Sonnenstrahlen im März schlüpfen die Tiere aus ihrer engen Behausung.
Weiterführende Webseiten zu diesem Thema:
Projekt Wildbienenschutz
Wildbienen.Info
Nabu (Rote Mauerbiene als Insekt des Jahres 2019)
Bienenfreundliche Pflanzen – Blumen, Stauden und Sträucher für Garten und Balkon
Jeder von uns sollte bienenfreundliche Pflanzen auf dem Balkon, Terrassen und im Garten anpflanzen, um den Fortbestand der vielen Bienenarten zu sichern.
Die Website Gartenbista zeigt, wie es geht: Neben einer Erläuterung zur Wichtigkeit von bienenfreundlichen Pflanzen findet sich dort eine umfangreiche Liste mit bienenfreundlichen Pflanzen, von Stauden und Sträuchern über Kletterpflanzen bis hin zu Hecken und Bäumen.
Darüber hinaus wird auch gezeigt, wie man auch einen Balkon besonders bienenfreundliche gestalten kann.
TV-Reihe: Die Bienenflüsterer
Die Beziehung zwischen Menschen und Bienen könnte erstaunlicher kaum sein. Ob im Dschungel Indonesiens, im Hochland Äthiopiens, oder auf der Insel Sizilien: Imker aus aller Welt geben im Rahmen einer arte-Dokureihe Einblick in ihre vielfältigen Traditionen, Techniken und Rituale. Ihre Geschichten zeigen die Schönheit sowie die Unentbehrlichkeit der oft bedrohten Bienenvölker.
Pestizidkontrolle – Petition an den Deutschen Bundestag
Mit einer Petition an den Deutschen Bundestag möchte Imkermeister Thomas Radetzki von der Aurelia-Stiftung in Berlin eine Reform der Pestizidzulassungsverfahren erreichen, damit auch die sogenannten subletalen Effekte auf die Bienen künftig ausgeschlossen werden können.
Bis zum 1.5.2019 kann jeder diese Petition unterzeichnen.
Hier findet ihr alle weiteren Informationen: www.pestizidkontrolle.de
TV-Beitrag: Die Vielfalt der Wildbienen
Die meisten Menschen denken bei Bienen an Honigbienen. Weniger bekannt ist die unglaubliche Vielfalt der heimischen Wildbienen und deren erstaunliche Anpassungen an die verschiedensten Lebensräume und Bedingungen. Eine Dokumentation zeigt einen spannenden Einblick in das Reich von Biene Majas wilden Schwestern.
TV-Beitrag: Der Königinnen-Züchter – Leo Famulla und seine sanften Bienen
Leo Famulla züchtet seit 20 Jahren Bienenköniginnen und er ist einer der erfolgreichsten Königinnenzüchter in Baden. Die SWR-Reportage begleitet Leo Famulla über Monate bei seiner Arbeit.
Bienenvölker zu verkaufen
Verkaufe 2 Wirtschaftsvölker auf je 10 Zanderwaben, Königin von 2017, Carnica, Preis 100,- Euro pro Volk, Standort: Bienenhaus Kardorf
Bei Interesse bitte melden bei: Oliver Völker, Tel: 0151 2877 2102
EU-Initiative für Bestäuber
Die Europäische Kommission entwickelt derzeit eine neue „Initiative für bestäubende Insekten“. Im Rahmen einer sogenannten öffentlichen Konsultation möchte die EU bis zum 5. April 2018 erfahren, was die Bürger über dieses Thema denken und wie die EU ihrer Meinung nach die bekannten Probleme angehen könnte.
In den drei ausgemachten Schwerpunkten der Initiative geht es im ersten um die Ausweitung von Forschung über bestäubende Insekten. Im zweiten Schwerpunkt der Initiative sollen die ausfindig gemachten Gründe für den Rückgang von Bestäubern angegangen werden. Und im dritten Schwerpunkt geht es um die Zusammenarbeit der relevanten Akteure und Institutionen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.
Uni Hohenheim entdeckt neuen Wirkstoff gegen Varroa
Erstmals ist es Forschern der Universität Hohenheim in Stuttgart gelungen, einen potentiellen Wirkstoff zu finden, der von der Varroa-Milbe befallene Bienenstöcke mit geringem Arbeitsaufwand über die Fütterung der Bienen befreien kann. Bei der Substanz handelt es sich um leicht verfügbares Lithiumchlorid. Derzeit laufen bereits Gespräche mit Unternehmen mit dem Ziel einer Produktentwicklung und Zulassung.
Dr. Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim, erklärt die Vorteile des Wirkstoffs: „Lithiumchlorid kann man Bienen in Zuckerwasser aufgelöst füttern. Bei unseren Versuchen haben bereits geringe Mengen der Salzlösung ausgereicht, um innerhalb weniger Tage die auf den Bienen aufsitzenden Milben abzutöten – ohne Nebenwirkungen für die Bienen.“

